Alles was Sie über Muskelkater wissen sollten
Was ist Muskelkater?
Sehr lange dachte man, dass der Muskelkater mit Milchsäure zu tun hat. Bei intensivem Training in hohen Pulsbereichen wird Laktat, das Salz der Milchsäure ausgeschüttet. Nun ging man davon aus, dass die Muskeln das Laktat irgendwann nicht mehr schnell genug abbauen können und dadurch Schmerzen entstehen. Heute weiß man aber, dass die Schmerzen beim Muskelkater eine andere Ursache haben. Durch ungewohnte Bewegungen oder Belastungen entstehen winzige Risse in den Muskelfasern – das spüren wir als Muskelkater.
Wie entsteht Muskelkater? Die Ursache:
Wird die Muskulatur durch intensiven Sport überlastet, oder führt man ungewohnte, neue Bewegungen aus, stellen sich einige Stunden nach der Belastung Schmerzen ein. Der Körper versucht dann, diese winzigen Risse in den Muskelfasern, sogenannte „Mikrotraumen“ selbst zu reparieren, indem Entzündungsstoffe ausgespült werden, die in weiterer Folge in Kontakt mit den außerhalb liegenden Nervenzellen kommen. Erst dann spüren wir den Schmerz, denn in den Muskelfasern selbst befinden sich keine Schmerzrezeptoren. Weil das Ausspülen der Entzündungsstoffe aber zwischen 12 und 24 Stunden nach der Belastung einsetzt, wird uns der Muskelkater erst am nächsten oder übernächsten Tag voll bewusst. Diese Erklärung widerlegt auch die alte Laktat-Hypothese, denn Laktat hat eine Halbwertszeit von nur 20 Minuten.
Ist Muskelkater gut?
Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Um Muskelwachstum zu provozieren, braucht es intensive Reize. Nur im Wohlfühlbereich und ohne große Anstrengung zu trainieren, reicht da nicht aus. Ein Muskelkater, der sich leicht bemerkbar macht, kann nun ein Zeichen sein, dass die Belastung ausreichend hoch war. Hat man aber mehrere Tage Schmerzen, war die Belastung definitiv zu hoch. Wenn man dadurch eine längere Trainingspause einlegen muss, ist auch mehr verloren als gewonnen.
So fühlt er sich an
Die am meisten betroffenen Regionen sind die Oberschenkel- und die Wadenmuskulatur. Bewegt oder dehnt man diese Muskelpartien spürt man einen brennenden Schmerz. Das kann sich anfühlen, als würde man jede einzelne Muskelfaser spüren. Meistens baut sich der Schmerz sogar noch auf und erreicht oft erst am dritten Tag nach der Überlastung seinen Höhepunkt. Die Muskeln sind dann kraftlos, druckempfindlich, hart und steif.
Muskelkater oder Zerrung?
Oft stehen Sportler auch vor der Frage: Habe ich einen harmlosen Muskelkater, mit dem der Körper in kurzer Zeit selbst fertig wird, oder doch eine Zerrung, bei der doch mehr Vorsicht geboten ist, um nicht größeren Schaden anzurichten.
Der wesentlichste Unterschied: Die Beschwerden einer Zerrung treten sofort ein und äußern sich durch ein Ziehen, das langsam, aber stetig zunimmt. Etwa nach einem zu langen Schritt, schnellen Sprints, Stopps oder Richtungsänderungen oder einer zu großen Kraftanstrengung, während die Schmerzen beim Muskelkater wie erwähnt sehr zeitverzögert, in der Regel am Tag danach, auftreten.
Hat man sich einen Muskel gezerrt, sollte man unbedingt eine Sportpause einlegen, um zu verhindern, dass daraus ein Muskelfaserriss wird.
Was hilft gegen Muskelkater? Das können Sie tun, um ihn zu lindern
Dehnen
Das gängigste und einfachste Mittel gegen die Schmerzen, die ein Muskelkater verursacht ist das Dehnen. Doch Vorsicht: Intensive Dehnübungen können die feinen Mikrotraumata verstärken und damit mehr schaden als helfen. Ganz sanftes Dehnen wiederum kann hilfreich sein, die Neuentwicklung der Muskelstrukturen zu stimulieren und zu beschleunigen.
Verwenden Sie Armelite Juniper Cream. Etwas Creme auf die betroffenen Stellen auftragen und leicht einmassieren. Nach einiger Zeit beginnen die ätherischen Öle der Creme zu wirken.
