Altern geht oft mit einer nachlassenden Fitness einher. Im Alltag merken wir das selten, aber bei körperlicher Anstrengung spüren wir, dass wir früher leistungsfähiger waren. Mit dem Alter sinkt auch die Aktivität wichtiger Enzyme namens Sirtuine. Gibt es also einen Zusammenhang zwischen Fitness und Sirtuin-Aktivität? Wissenschaftliche Studien sagen ja.

Stellen wir uns vor, unser Körper wäre wie ein Gebrauchtwagen: Alter und Kilometerstand geben Aufschluss über seinen Zustand. Doch anders als Autos können wir Menschen gegen den Verfall ankämpfen. Wir können auf Stress reagieren und uns schützen sowie Schäden selbst reparieren. Hier kommen Sirtuine ins Spiel—Enzyme, die diese Prozesse steuern.

Wissenschaftliche Studien untersuchen die Bedeutung von Bewegung für die Sirtuin-Aktivität. Die Forscher analysierten Studien zu Sirtuinen und Bewegung und konzentrierten sich auf die Enzyme SIRT 1 und SIRT 3. Sie fanden heraus, dass Bewegung die Produktion von Sirtuinen im Skelettmuskel steigert. Die Art der Bewegung spielt dabei eine Rolle:

  • Einmalige Belastung aktiviert SIRT 1, das neue Körperstrukturen aufbaut und die Mitochondrien, unsere Zellkraftwerke, stärkt.

  • Regelmäßiges Training aktiviert zusätzlich SIRT 3, was neben den Mitochondrien auch die Produktion des Energiemoleküls ATP ankurbelt.

Verschiedene Trainingsarten aktivieren unterschiedliche Sirtuine, die wiederum verschiedene Stoffwechselprozesse stimulieren. Diese Prozesse verbessern die Gesundheit unserer Mitochondrien, die uns in jedem Alter mit Energie versorgen. Denn wie heißt es so schön: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt.